Konstanz kann es, Zürich nicht, was, liebe DAV, ist das Problem?
noctua , 22.3.2025
Meine Velotour endete heute in Konstanz. War total positiv überrascht über den Fortschritt der Veloförderung in der Stadt (ja, war schon lange nicht mehr da, allenfalls können sie es schon länger, ich habe es aber erst heute realisiert)
Was auffällt: Fahrradstrasssen werden dort konsequent mit einem Schild "Fahrradstrasse" und mit " Anlieger frei" vom Durchgangsverkehr abgeschirmt (siehe Foto) (unser Pendant wäre wohl Zubringer gestattet). Konstanz kann somit sichere VVR. Zürich nicht. (Basel übrigens auch nicht..)
Frage an die Dienstabteilung Verkehr (DAV) der Stadt Zürich: Warum wird uns Zürcher Velofahrer/innen die Sicherheit weiterhin verweigert? Was genau hindert euch genau an diesem Schritt, der in Konstanz scheinbar funktioniert?
Und liebe DAV. Ich hätte gerne eine Antwort von euch. Falls niemand sinnvoll antworten kann oder will, leitet es an eure Chefin, Frau Rykart weiter. Sie kann dann hier Stellung nehmen. Sie darf sich auch gerne mit Frau Brander absprechen.
Zu erwähnen dabei: Konstanz ist platzmässig noch enger als Zürich. Die haben Parkplätze aber kein Durchgangsverkehr auf den Fahrradstrassen. Hier haben wir keine Parkplätze mehr (der wohl grösste Einsprachengrund) aber jede Menge gefährlicher Durchgangsverkerh. (Platz wurde in der Vergangheit immer vorgebracht, falls weiterhin: Konstant ist 1h und 15 SBB Minuten vün Zürich entfernt, Fahrt doch da mal ins Ratshaus)
Bin gespannt, liebe DAV, was ihr mir hier mitteilt. Ich rechne damit (sorry, habe mit eurem Planungstempo abgeschlossen), dass es noch Ghost Bikes auf der Baslerstrasse braucht, bis ihr und eure Leitung aufwacht. Traurig. Und gleichzeitig hoffe ich, dass es nicht ein weisses Velo für mich, meine Kinder oder meine Freunde sein wird.
Zur Erinnerung, das Leitbild der DAV (https://www.stadt-zuerich.ch/de/politik-und-verwaltung/stadtverwaltung/sid/dav.html) empfinde ich als blanker Hohn:
Bei der Dienstabteilung Verkehr geniesst die Verkehrssicherheit höchste Priorität. Unser Ziel ist, dass alle unverletzt unterwegs sein können. Daher beobachten wir die Unfallzahlen sehr genau und setzen geeignete Massnahmen um.
Ausserdem ist uns wichtig, dass der Verkehr flüssig durch die Stadt Zürich kommt. Mit Signalisationen, Markierungen, Lichtsignalanlagen und weiterer Infrastruktur lenken wir den Verkehr gezielt durch die Stadt. Wir bewirtschaften die gebührenpflichtigen weissen Parkplätze sowie die Blauen Zonen in allen Quartieren.
Zudem planen wir laufend innovative Verkehrsprojekte und setzen sie auch um. Damit bringen wir unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse zusammen und sorgen für Verkehrssicherheit.
Erstellt am: 22.3.2025
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samuvelo
23.3.2025
- 2 Fahrzeuge vor Letzipark in der Einbahnstrasse hinter mir (Fahrtrichtung Osten)
- Rückstau bis zur Tabkstelle
- Kreuzung Hardstrasse: ein Fahrzeug biegt nach Albisriederplatz ab, weiteres Fahrzeug biegt von Hardbrücke in Baslerstrasse ein.
Für mich als geübter Velofahren - nervig. Für jene, für welche VVR wichtig wären (Ungeübte und solche die mehr Sicherheit brauchen) sind dies aber Verhältnisse, die vom Velofahren weiterhin abhalten.
Sicher ist anders. Und ja, da hätte es überall Schilder die Anzeigen, dass all das nicht erlaubt ist. Aber eben: die Wirkung von Schildern …
brummbaer
23.3.2025
Versprecht euch nicht zuviel von einem zusätzlichen Schild. Das hilft nur wenn es auch konsquent Kontrolliert und gebüsst wird.
In Konstanz haben die Fahrradstrassen die ich kenne den Vorteil, das sie in Quartieren sind. Wo es für den Durchgangsverkehr keinen Sinn macht durchzufahren.
Berlin hat gewisse Fahradstrassen mit "Absenkbaren Pollern" versehen. (Absenkbar für Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr und Müllabfuhr).
Zudem, die älteren Fahrerinnen und Fahrer kennen dieses Schild womöglich nicht mal, da es damals nicht in der Theorie gebüffelt werden musste. Nur schon deshalb wäre eine Auffrischung der Theorie alle paar Jahre hilfreich.